Stadt als Beute (2005)

Stadt als Beute (2005)

4.2er rating bei imdb und ich denk mir die spinnen doch. dieser film war doch ewig geil. 3 episoden über 3 schauspieler einer theatertruppe, die verschiedener nicht sein können. dadurch auch von 3 verschiedenen regisseuren gedreht. marlon, schauspielbeginner, neu in der stadt wird gleich in den sumpf der großstadt gezogen. lizzy, depressiv-manisch und von der welt und sich gefangen. ohboy (allein der name), von der straße auf die bühne und ein schmalzpenner par excellence.
eigentlich unkategorisierbar, doch ein großstadtfilm. über gefühle, menschen, probleme und das leben als beute.
die stadt wird ausgebeutet, du bist die stadt, die stadt ist beute, … du bist beute

bitte, gucken.

highlights: der soundtrack und julia hummer als stripperin (nur um die leute ins kino zu loxen :) )

bekommt 8 von 10 q-punkten

kurze nacht, lange nacht

tomte rockte, und nach so einem abend könnte man eigentlich den nächsten tag ein wenig vergammeln. nein! schrien wir. es ist doch samstag und das nicht nur irgendeiner. am abend ist doch lange nacht der museen.
bedeutet viele kulturstätten bis in die nacht geöffnet, mit shuttlebus und nur für 12 pro person. da kommt man gut bei weg.
aber. shuttlebus, neeeee. wir sind jung, wir laufen!
also eine eigene, coolere route zusammengestellt und abgelaufen. 9 locations standen auf dem plan, 3 konnten aus zeitlustmangel nicht angesteuert werden. bleiben sechs, und die klingen so.

berliner unterweltenmusem
unterhalb des sbahnhofs gesundbrunnen befinden sind 1800m² 4etagiges bunkergelände das man zu einem sehr interessanten museum gemacht hat. man erfährt sachen über giftgas und rohrpost, fühlt sich leicht mulmig (man bekommt ein zählstäbchen, damit nicht zu viele leute drin sind, .. zählstäbchen! das klingt schon nach krieg)
das war sehr spannend und unterhaltsam präsentiert, ein guter auftakt.

internationales design zentrum berlin (idz)
von der brunnenstraße in die reinhardstraße, also irgendwie friedrichstraße. und so war es dann im designzentrum auch, friedrichstraßen-arrogant. man hat sich sofort fehl am platz gefühlt. ansonsten gabs dort einige wenige produktdesigns zu sehen, die aber schon nach wenigen minuten verlassen wurden.

akademie der künste
die luisenstraßen runter richtung unter den linden (ich merke an: immernoch zu fuß) und dann ein stückle rechts zum pariser platz, brandenburger tor steht noch da, puh.
in die akademie der künste sollte jeder mal reingehen, jeder. ein beeindruckend architektonischer bau mit allerhand zu gucken (und einen büchshop vom feinsten). man fühlt sich gleich ein wenig kultureller wenn man da durchläuft. ansonsten gabs kleinere ausstellungen und eine apfelschorle.

denkmal der ermordeten juden europas
auf dem weg richtung potsdamer platz am stelenfeld vorbei und auch rein. es war dunkel, kalt, nass und irgendwie gruselig. kann ich nur empfehlen. mehr ein spielplatz als eine gedenkstätte, was durchaus nicht negativ zu bewerten ist.

daimler chrysler contemporary
am popla dann in die minimalistische austellung von DC. da war richtig stark. minimalismus wrude ja hier schon propagiert. ich find das toll, wenn es wenig ist. weniger ist mehr! nicht groß, dafür fein.

museum für kommunikation berlin
dann vom platz in die leipziger straße zum telekommuseum. und das, ich sag es aufrichtig, war der hammer. wenn ich vorher gewußt hätte, wie geil dieses museum ist, dann wäre ich da schon eher rein, aber echt.
hier kann man alles anfassen, alles. spielerisch und höchst informativ werden einem alle facetten moderner und historischer kommunikation gezeigt. ich bin kran gefahren, habe gestempelt, mir postkästen angeguckt und eine ganz dolle blaue beleuchtete kuppel. dazu gabs elektronische beats, live von einer djane.
wir waren zwar schon fix und alle, aber das haben wir noch ausgekostet. danach ging nichts mehr.

aber.
denkste!

nach dem stärkenden mahl beim könig der burger, nahmen wir unsere geplantetes programm doch noch auf und sind noch ins watergate an die oberbaumbrücke und haben uns elektronische musik und dominik eulberg angehört. und das war ein highlight, in jedem falle.
5 uhr heime, .. nach gefühltem marathon (dativ!). der sonntag begann wieder zu früh, aber war ruhig, und das … das muss auch mal sein.
am abend gabs dann film, … siehe oben.

einmal potsdam und zurück

tomte karte

der letzte freitag stand im zeichen der musik. die ganze woche habe ich ja schon mit buchstaben über der stadt genervt und hier und da und dort auch gerne mal meine affinität zu der kleinen musikkapelle namens tomte öffentlich gemacht.
und für dieses auftaktkonzert solch einer minitour zum neuen album, da nimmt man auch gerne mal eine weltreise von berlin nach potsdam auf sich.
das bedeutet ja nur mal mit der straßenbahn zum alex und dann vom alex bis nach wannsee, von wannsee nach potsdam und in potsdam dann wieder eine straßenbahn. sind nur 2 stunden, und sind nur -15°C oder so. rote nasen, vor kälte und aufregung waren garantiert.
das waschhaus in potsdam ist eine durchaus zu empfehlende lokation für derlei veranstaltungen. großzügig intim und indiemäßig verrockt, dafür keine großstadtpreise mehr (fürn becks 2,30! und dann auch noch das kleine fläschchen in einen pappebecher umfüllen!)
mit halb neun war man dann auch noch früh dran und konnte sich in aller ruhe umschauen und den einen oder anderen merch-artikel erstehen (siehe foto, Anhang F2).
pünktlich ging es los, mit janka als vorband. so eine junge truppe, die sich noch wie kinder freuen, wenn der saal voll ist. und gut waren die, verdammt. wenn die im sommer ihre platte bringen liegt die in meinem eKorb.
aber das geschrei wurde groß (nachdem man sich ob der drängenden massen und dem damit einhergehenden übelkeitsgefühls erstmal nach draußen machen musste) als “die band” die bühne sprengte, allein durch das auftreten.
dieser thees, dieser frontmann, … ich bin ja schwer zu begeistern (yeah!), aber der ist, also … wenn ich n mädchen wär, ich weiß ja nicht.
die songs und die performance ließen schon nach wenigen minuten dieses konzert zu einem der highlights des laufenden jahres werden, und ich bin mir sicher, das ich das im dezember auch noch sagen kann.
man konnte swingen, lachen, tanzen, singen … und hatte für kurze zeit den alltag vergessen, so wie das mit guter musik sein sollte. hach.
aber dem kleinen, armen ag1rl gings dann irgendwann nicht mehr so gut (bequeme schuhe kaufen, und zwar umgehend). und wir mussten dann los, den rückweg antreten. und potsdam ist keine großstadt, wie gesagt. das heißt, wenn man hier den bus verpasst, dann hat man ihn halt verpasst, … und läuft zum hauptbahnhof. bei mundwinkelgefrieredendenenen temperaturen. verschiedene verspätete bahnen später, zuhause. trotzdem glücklich, zufrieden.
tomte, ihr seid gut.

Anhang F2
tomte shirt

tired today (weekends are destroyers!)

tired today