too drunk to fuck
das war schon eine tolle sache da gestern mit nouvelle vague im kesselhaus. karten schien es am abend nicht mehr zu geben und da war sogar ein junger mann mit einem “Suche Karte”-Schild (später hab ich ihn drin gesehen, scheint ja dann wohl geklappt zu haben). habe kurz überlegt ihm meine karte zu geben, wenn ich sein schild kriege. “Suche Kai” wollte ich drauf schreiben, aber dann war kai auch schon da (den man ja wie man weiß nicht verlinken kann, weil social networking stinkt und großstadtscheisse)
so erfrischend überpünktlich hinein und auch vorbildlich die jacke in die garderobe eingekauft. dann erstmal bier, ist ja nicht zum aushalten. kesselhaus ist doch eine nette ortschaft für ein konzert, schön weitläufig, sehr hoch und mit zweitem stock (denkt dem dativ). nach der üblichen halben stunde warten auf die vorband, kam die vorband. also die vorbandfrau mit angehängtem klapprechner und nebenstehendem gitarren-timo. elke brauweiler, dem einen oder auch mir bekannt als singfrau von paula. heute solo mit ihrem französisch gesungenem album französischer lieder.
schrill und seltsam, aber als vorband immerhin. der laden füllt sich mehr und mehr.
irgendwie war die platz- und standwahl schwierig. zuerst oben gewesen, weil man sich da besser unterhalte kann, aber wenn man keinen platz am gitter hatte, hat man auch nichts gesehen. also zu elke nach unten gegangen und ganz hinten verweilt. auch wieder blöd, weil da ständig leute zum klo, oder nach oben, wollen. also nach der vorband (nach mir die vorband, … woher kenn ich das), wieder nach oben, in der hoffung … nope, kein platz am gitter. tapfer ausgehalten bis nouvelle vague auf die bühne geklatscht wurden.
husch husch wieder nach unten und dann am ende doch mitten rein ins getümmel (zusammen mit ein paar briten gestanden, die haben viel erzählt und wenig getanzt, das fand ich unerhört).
um es dann kurz auf den punkt zu bringen. NV haben sehr gerockt, also sehr. ob jetzt ein ruhiger song oder so haudrauf. das war sehr groß und hat sehr gespaßt. selbst kai hat sich bewegt, ich sah es genau!
die zeit und die songs floßen dahin und die zwei französischen (was denn sonst) frontfrauen haben die menge mit stimme, animierung und fliegenden haaren zum wogen gebracht. es wurde viel gesungen (auch vom publikum) und das ein oder andere schlagzeuggewitter war auch am start. für jeden etwas, von allem viel.
und es wurde nicht ein oder zwei oder dreimal zugabe gemacht, nein, viermal. und jedesmal mindestens zwei songs. das war schon great (sprich: gräit). die musiker schienen ihren spaß zu haben, die auch, dacht ich mir.
aber alles geht auch zu ende, und noch während die letzten takte des wahrscheinlich letzten liedes verklangen schon die jacke aus der gaderobe freigekauft. die nullte stunde rückte heran und der morgige heutige tag sollte so früh wie jeden morgen beginnen (der durchschnittsdeutsche muss um 6:18 uhr aufstehen, den schlag ich noch um 3 minuten!).
vor der türe noch von einem motor-fm-aufnahmegerät-ins-gesicht-halter gefragt, was denn die leute, die keine karte bekommen haben, verpasst haben. ich habe mindestens 4 sätze gesagt, weiß aber nicht mehr welche. hab mich aber positiv über den abend geäußert, und das war richtig so.
wer gerne NV hört, weiß was er an der combo zu finden hat. wer es noch nicht live gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen. die haben energie, die sollte man mitnehmen.
in diesem sinne





© by 




