mal die ruhige kugel schieben
… oder besser legen oder schießen. wir reden immerhin von pétanque.
am wochenende über den mauerparkflohmarkt geschlendert, mit der zielvorgabe ein boule-spiel zu ergattern (dank an den gmf, der es dann bei einem stand entdeckt hat). nach harten verhandlungen (”was kosten die boule-kugeln? 6 euro! ok, nehm ich.”) dann ein gebrauchtes, aber schönes spiel erstanden und noch eine stunde über den flohmarkt geschleppt.
danach regelkunde. festgestellt, das man eher pétanque spielt, als boule. war aber egal.
und gestern dann das erste große spiel, auf dem eigens für boule-spieler angelegten boulodrom im park um die ecke (3×15meter aschenbahn mit 3 bänken, .. hey, immerhin!).
wir spielten ein tête à tête, wobei die gegnerin trotzdem mit zwei auf den platz ging, aber das war okay. nach anfänglichem führungsausbau und auch wunderbaren stilnoten für die gelunge wurfausführung am ende verdient 9 zu 13 verloren.
aber ein schöner ruhiger sport: da kann man sich bei unterhalten, da kann man sich auch mal ausruhen, und fertig machen ist auch recht schwer. und auch mit kinderwagen sicherlich ein genuß.
tolles video, frisurentechnisch ganz weit vorn:
Unsere Stadt, diese Straßen stimmten mich irgendwie unendlich traurig. Erneut überkam mich jene vertraute – trübem Kaffeegelee gleiche – Düsterkeit, der die Städter wie in jährlichen Riten erliegen. Schmutzige Fassaden, Scharen namenloser Menschen, unablässiger Lärm, reglose Autoschlangen, grauer Himmel, Reklametafeln, die jeden freien Zentimeter ausfüllten, Begehren, Resignation, Nervosität und Erregung. Es gab unzählige Optionen. Unzählige und zugleich keine. Wir hielten sie alle in Händen und besaßen doch nichts. So war die Stadt.
aus “Der Elefant verschwindet” von Haruki Murakami
the city mystery #8
nach über einem jahr. es ist wieder da. das city mystery. welche stadt sehen wir?










